Wir freuen uns, Sie zu einem ganz besonderen Konzert einladen zu können!

 

Am Sonntag, den 24. März 2019 führt der Kirchenchor Meggen mit vielen Freunden das "Stabat Mater" von Karl Jenkins auf.

 

Das „Stabat Mater“ ist neben dem Ordinarium der Messe und dem Requiem wahrscheinlich der am häufigsten vertonte lateinische Text. Nicht das Glück der Mutter bei der Geburt des Kindes, nicht die Freude der Mutter, ihr Kind aufwachsen zu sehen, stehen im Mittelpunkt; der Dichter des Mittelalters nimmt den Schmerz, die Trauer der Mutter zum Anlass seiner Betrachtungen und seiner Bitte, dass durch ihr Leid der sündige Mensch zu Gott gelangen möge.
Angesichts der Not in der Welt, angesichts des Leids, das jeden einzelnen Menschen treffen kann – welch ein Trost, dass selbst der Sohn Gottes an Gott verzweifelt, wenn er am Kreuz ausruft „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, welch ein Trost, dass die Mutter Jesu den tiefsten Schmerz empfindet; ein Trost deshalb, weil ein Mensch in seiner fast unerträglichen Verzweiflung die Gewissheit haben kann, dass er im Himmel Verständnis und Geborgenheit findet.
Der britische Komponist Karl Jenkins (*1944) ist musikalisch auf vielen Feldern tätig. Als genialer Musiker mit einem umfassenden Erfahrungsschatz hat er eine einfühlsame, ergreifende Musik geschrieben, die Bestand hat neben den vielen anderen Vertonungen des „Stabat Mater“. Die englischen Texteinschübe, vor allem aber die Texte in Griechisch, Lateinisch, Arabisch und Aramäisch verleihen dem lateinischen „Stabat-Mater“-Text eine Ausweitung ins Allgemeinmenschliche, wenn man so will, in das Sprachenwunder des Pfingstfestes. Die arabischen und aramäischen Texte verdeutlichen uns, dass das „christliche Abendland“ seinen Ursprung nicht in Rom oder Dresden hat, sondern im Nahen Osten, und dass die Musik, die Jenkins für diese Texte komponiert hat, vielleicht sogar der Musik entspricht, die bei der Hochzeit zu Kanaa erklang.
Dieses zeitgenössische Werk, wird weltweit aufgeführt und genießt bereits Kultstatus!